30.09.2019

Online-Panel 2/19: Ist Overtourism auch in deutschen Destinationen ein Problem?

Overtourism wird in der deutschen Tourismusbranche überwiegend als soziales Phänomen verstanden, das sich durch ein "zu viel" von Tourismus an einem Ort begründet. Knapp 60 Prozent der in unserem Online-Panel befragten Betriebe sehen für Deutschland insgesamt kein Overtourism-Problem. Wenn Destinationen durch ein überdurchschnittlich hohes Besucheraufkommen an ihre Kapazitätsgrenzen kommen, dann betrifft das vor allem touristische Hotspots zu Spitzenzeiten.


Betroffen sind vor allem Großstädte, aber auch kleinere Destinationen wie beispielsweise Neuschwanstein (Füssen), Heidelberg und Rothenburg. Mögliche Ursachen sind u. a. ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und eine starke Saisonalität der Nachfrage. Direkte Einschränkungen der einheimischen Bevölkerung, z. B. durch fehlende Rückzugsmöglichkeiten oder unangemessenes Verhalten der Touristen, sehen nur wenige Befragte. Die Schaffung von attraktiven Angeboten, von denen die einheimische Bevölkerung und die Touristen gleichermaßen profitieren, ist die als zentrale Herausforderung der Zukunft, um mit dem Overtourism verbundene Effekte zu vermeiden.

pdfDownload der Ergebnisse (pdf, 615 KB)

Die Ergebnisse der Onlineumfragen unseres Online-Panels stellen wir in Kurzberichten zusammen. Weitere Informationen zum Online-Panel und Ihren Teilnahmemöglichkeiten finden Sie hier.

 

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