Tourismusförderung

Förderprogramme auf einen Blick

Es gibt eine Vielzahl öffentlicher Förderebenen, die finanzielle Mittel für den Tourismussektor bereitstellen, unter anderem die EU-, die Bundesregierung und die Bundesländer. Darüber hinaus gibt es noch weitere Förderinitiativen, wie z.B. Wettbewerbe, Crowdfunding oder Stiftungen, die Tourismusprojekte materiell oder immateriell unterstützen. Wir haben Informationen zu den einzelnen Programmen hier zusammengestellt. Damit bieten wir touristischen Unternehmen und Startups eine Orientierungsmöglichkeit für die Unterstützung ihrer Projekt- und Investitionsvorhaben.

Förderprogramme der EU

Auf europäischer Ebene werden Mittel aus den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESI) bereitgestellt (2014-2020). Sie unterliegen gemeinsamen EU-Rahmenrichtlinien und erleichtern damit auch fonds- und sektorübergreifende Finanzierungsmodelle. Dazu gehören in Deutschland der Europäische Fonds für Regionalentwicklung (EFRE), der Europäische Sozialfonds (ESF), der Europäische Fonds für die Entwicklung der ländlichen Regionen (ELER) und der Europäische Meeres- und Fischereifonds (EMFF).
Die Europäische Union stellt einen Leitfaden mit allgemeinen Informationen über Förderprogramme und Beispielprojekten in der Tourismusbranche, die im Rahmen von EU-Programmen gefördert werden, bereit.

Förderprogramme der Länder

Die konkrete Planung, Entwicklung und unmittelbare Förderung des Tourismus liegt in der Regel in der Verantwortung der Bundesländer. In ausgewählten, strukturschwachen Regionen werden Mittel der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” (GRW) für gewerbliche Investitionen und Investitionen in die kommunale wirtschaftsnahe Infrastruktur bereitgestellt. Auch nicht-investive Maßnahmen der gewerblichen Wirtschaft, wie Beratungsleistungen oder Schulungsmaßnahmen, können in engem, klar definiertem Rahmen gefördert werden. Hinzu kommen regionale Förderprogramme mit Zuschüssen aus Haushaltsmittel der Länder, Förderkrediten und Bürgschaften. Je nach Programm können z.B. Infrastruktureinrichtungen, Tourismuskonzepte, Marketing- und Beratungsmaßnahmen gefördert werden.
Auflistung der für die Förderberatung zuständigen Landesstellen, bei denen Sie Beratung und Unterstützung erhalten.

Förderprogramme des Bundes

Um Tourismuspolitik auf Bundesebene kümmert sich federführend das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Auf Grund großer Schnittmengen mit Zuständigkeitsbereichen anderer Ressorts, z.B. Verkehr, Bau, Landwirtschaft, Umwelt und Naturschutz, wird Tourismusförderung mittelbar durch Förderprogramme in anderen Ministerien betrieben. In unserer Förderdatenbank führen wir daher alle Förderprogramme auf, die für die Förderung touristischer Projekte relevant sind. Die Förderprogramme können nach folgenden Kategorien gefiltert werden.

Innovationsförderung

Förderung von Investitions- und Projektvorhaben, in denen neue oder verbesserte Produkte, Dienstleistungen, Prozesse, Ablauf- und Organisationsformen oder Technologien entwickelt oder implementiert werden sollen.

Infrastrukturförderung

Förderung von Investitions- und Projektvorhaben, zur Errichtung und Modernisierung touristischer Infrastruktureinrichtungen sowie Maßnahmen zur Qualitätssteigerung und nachhaltigen Ausrichtung des touristischen Angebotes.

Strukturförderung

Förderung von Investitions- und Projektvorhaben, die darauf ausgerichtet sind, wirtschaftliche und soziale Ungleichgewichte in Regionen oder Ländern zu beheben und strukturelle Wandlungsprozesse zu bewältigen.

Über Bundesförderprogramme informiert darüber hinaus die Förderdatenbank der Bundesregierung sowie die Förderberatung „Forschung und Innovation“ des Bundes.


07.02.2019BMBF | bundesweit | 07.02.2019-31.12.2024

Förderung von Projekten zum Thema „MobilitätsZukunftsLabor 2050“

Das Bundesministe­rium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert systemische, transdisziplinäre und umsetzungsorientierte Mobilitätsforschung, die Wege aufzeigt, wie das komplexe Mobilitätssystem nachhaltiger gestaltet werden kann. Ziel ist es, die individuelle Mobilität der Menschen zu sichern, die Umwelt- und Lebensqualität insbesondere in Städten zu steigern sowie die Innovationsfähigkeit des deutschen Mobilitätssektors zu stärken. Gefördert werden sollen FuE-Projekte, die übergeordnete und grundsätzliche Fragen der nachhaltigen urbanen Mobilität bearbeiten im Sinne der Forschungsagenda „Nachhaltige urbane Mobilität“ (www.fona.de/de/24127). Unter der Berücksichtigung unterschiedlicher Mobilitätsbedürfnisse, können hierbei auch Projekte eine Relevanz haben, die die Mobilität von Touristen und eine nachhaltigere Gestaltung des touristisch induzierten Verkehrs beinhalten. Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Einrichtungen, Kommunen und Länder, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft – insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) − und gesellschaftliche Organisationen wie z. B. Vereine, Verbände und Stiftungen.

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10.01.2019BMWi | bundesweit | 10.01.2019-31.10.2021

Technologiewettbewerb „IKT für Elektromobilität: intelligente Anwendungen für Mobilität, Logistik und Energie“

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die IKT-basierte Elektromobilitätslösungen im Anwendungsbereich Mobilität, Verkehr, Logistik und Energienetze erarbeiten. Dazu gehört auch die Entwicklung von IKT-basierten technischen Lösungen für Tourismusbetriebe. Gefördert werden Verbundprojekte mit mindestens drei bis in der Regel sieben geförderten Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie gegebenenfalls weiteren, nicht geförderten assoziierten Partnern (z.B. Multiplikatoren oder Kommunen). Das Förderverfahren ist zweistufig. In der ersten Stufe sind zunächst Projektskizzen jeweils zum 31. März und 31. Oktober eines Jahres, letztmalig zum 31. Oktober 2021, bei dem vom BMWi beauftragten Projektträger DLR einzureichen.

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01.11.2018BMU | bundesweit | 01.11.2018-15.11.2020

Klimaschutz durch Radverkehr

Im Rahmen des Förderaufrufes „Klimaschutz durch Radverkehr“ des BMU können modellhafte, investive Projekte zur Verbesserung der Radverkehrssituation in konkret definierten Gebieten wie beispielsweise Wohnquartieren, Dorf- oder Stadtteilzentren gefördert werden. Hierzu gehören eine höhere Anzahl Radwege genauso wie Stellplätze mit Ladestationen für Pedelecs und Lastenräder sowie Lösungen für lokale Radverkehrsdienstleistungen. Neben der Alltagsmobilität wird auch der Freizeitverkehr berücksichtigt. Projektskizzen können vom 01. August 2019 bis zum 31. Oktober 2019 von Unternehmen, Kommunen, öffentlichen Einrichtungen und Verbänden/Vereinigungen eingereicht werden.

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01.01.2018Rentenbank | Ländlicher Raum | 01.01.2018-30.06.2021

Leben auf dem Land

Die Rentenbank fördert mit diesem Programm Investitionen, die zur Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen sowie der Infrastruktur ländlicher Räume beitragen. Weitere Förderschwerpunkte sind die Begleitung von Landwirten in außerlandwirtschaftliche Erwerbsformen sowie die Förderung des ländlichen Tourismus. Beispiele geförderter Projekte sind u.a. der Erwerb eines ehemaligen Bahnhofsgebäudes im ländlichen Raum und Umbau zu einem Gästehaus, der Umbau einer ehemals landwirtschaftlich genutzten Scheune zur Schaffung von altengerechten Wohnungen im Rahmen des Urlaubs auf dem Bauernhof, der Kauf eines Landhauses mit Ferienwohnungen und Erweiterung um einen Streichelzoo sowie der Erwerb und Umbau eines ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebes in eine Veranstaltungsstätte mit Gästezimmern.

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01.01.2018BAFA | bundesweit | 01.01.2018-31.12.2019

Innovativer Schiffbau

Gefördert werden industrielle Anwendungen von Produkten oder Verfahren, die im Vergleich zum Stand der Technik in der Schiffbauindustrie in der Europäischen Union technisch neu oder wesentlich verbessert sind und das Risiko eines technischen oder industriellen Fehlschlags bergen. Dieses Förderprogramm ist ein wichtiger Baustein zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der maritimen Wirtschaft in Deutschland.

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