Nachhaltigkeitsberichterstattung: Wie Entlastung gelingen kann
Wie kann Nachhaltigkeitsberichterstattung Wirkung entfalten, ohne Unternehmen durch übermäßige Bürokratie zu belasten? Unser Experten-Workshop im Bundesminisiterium für Wirtschaft und Energie lieferte Lösungsansätze. Grundlage der Veranstaltung waren die Ergebnisse einer bundesweiten Branchenbefragung sowie die vorangegangenen Stakeholder-Gespräche. Sie zeigen übereinstimmend, dass die Nachhaltigkeitsberichterstattung von der Tourismuswirtschaft grundsätzlich als sinnvolles Instrument anerkannt wird. Gleichzeitig werden hoher Dokumentationsaufwand, parallele Berichtspflichten, unklare Zuständigkeiten und fehlende Standards als zentrale Herausforderungen benannt.
Im Mittelpunkt des Workshops stand der Austausch zwischen Wirtschaft, Verbänden und Politik. Auf dem Podium diskutierten Stephanie Reichelt (Rewe-Group), Lukas Scheub (Europa-Park) und Cornelia Upmeier (DIHK).
Neben der Analyse der aktuellen Herausforderungen wurden erste Lösungsansätze diskutiert. Dazu zählen unter anderem:
- die Weiterentwicklung der DNK-Plattform als zentrale Infrastruktur mit integrierten branchenspezifischen Standards,
- die konsequente Umsetzung des Once-Only-Prinzips,
- klarere Zuständigkeiten und eine einheitliche Auslegung regulatorischer Anforderungen,
- eine bessere Verzahnung bestehender Berichtspflichten und Standards,
- stärkere Unterstützungsangebote für Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Betriebe,
- sowie ein kontinuierliches Monitoring der praktischen Auswirkungen regulatorischer Anforderungen.
Die Ergebnisse des Workshops fließen in die weiteren Arbeiten des Kompetenzzentrums Tourismus des Bundes ein. Ziel ist es, praxisnahe Handlungsempfehlungen für eine wirksame, verständliche und möglichst bürokratiearme Nachhaltigkeitsberichterstattung im Tourismus zu entwickeln.
